Vitamin D

Vitamin D
 
Ihr Kontakt zu uns

Messung des Vitamin D-Gesamtwertes

Vitamin D kann separat oder als Gesamtwert gemessen werden, jedoch haben nicht alle Immunoassays die gleiche Reaktivität auf Vitamin D2 und D3. Einige Immunoassays erkennen nur eine Art von Vitamin D und andere erfassen möglicherweise nicht den gesamten Wert. Egal welche Methode angewendet wird, der wichtigste Wert ist der endgültige Gesamtwert, da er die gesamte Menge des im Blut vorhandenen Vitamin D (sowohl D2 und D3) angibt.

Messung des Vitamin D-Gesamtwertes zur Ermittlung der Suffizienz

Falls bei einer tatsächlichen Konzentration, die gerade noch im Bereich der Suffizienz liegt, im Test kein D2 (oder D3) festgestellt werden kann, führt dies wahrscheinlich dazu, dass eine unzureichende Versorgung vorliegt. Dies könnte auch passieren, wenn der Test nur einen Bruchteil des vorhandenen D2 (oder D3) erkennt. Um einen aussagefähigen Vitamin D-Wert des Patienten zu ermitteln, sollte ein Test verwendet werden, der gleichermaßen Vitamin D2 als auch D3 feststellt.


Messung des Vitamin D-Gesamtwertes bei der Bestimmung der Toxizität
Auch bei Patienten, die aufgrund einer Malabsorption mit einer hohen Dosis Vitamin D behandelt werden, kann die unterschiedliche Reaktivität für D2 und D3 bewirken, dass der Status des Patienten falsch erfasst wird. Wenn die Ergänzung aus D2 oder D3 besteht, so ist es wahrscheinlich, dass dies die größte Vitamin D-Konzentration bei diesen Patienten ist. Wird D2 oder D3 teilweise oder gar nicht erfasst, kann dies zur Folge haben, dass ein zu geringer Gesamtwert der Vitamin D-Konzentration vorliegt. Dies kann wiederum dazu führen, dass Patienten mit toxischen Werten übersehen werden.


Das Risiko der Vitamin D-Toxizität1
Ein 25-Hydroxy-Vitamin D-Spiegel, der im Serum dauerhaft bei einem Wert >150 ng/ml (375 nmol/l) liegt, ist möglicherweise toxisch. Dies tritt normalerweise durch eine übermäßige Einnahme von Vitamin D auf. Toxizität durch Sonneneinstrahlung und/oder Ernährung ist unwahrscheinlich. Wenn der Vitamin D-Spiegel derart erhöht ist, kann auch die Calcium-Konzentration ansteigen, was zu Übelkeit, Gewichtsverlust und Verstopfung führen kann. Als Folge des erhöhten Gehalts an Vitamin D und Calcium kann es beim Patienten zur Bildung von Nierensteinen kommen.


C3-epi-25(OH)D3 als möglicher Störfaktor einer genauen Vitamin D-Messung
Während Leitlinien auf die Detektion der primären Metaboliten 25(OH)D2 und D3 hinweisen, ist es des Weiteren wichtig, das Ausmaß der Kreuzreaktivität des Assays zum C3-Epimer zu kennen. Der Anteil des C3-Epimers variiert, kann aber bei Kindern und Erwachsenen nachgewiesen werden. Wenn ein Assay nicht den spezifischen Anteil des C3-Epimers ausweist, besteht die Gefahr, das Vitamin D überzubestimmen. Dies kann therapeutische Fehler nach sich ziehen, da Patienten mit einer Vitamin D-Unterversorgung oder sogar einem Mangel als ausreichend versorgt und Patienten mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung als toxisch eingestuft werden.
Im Jahr 2008 erklärte Phinney: „Der am weitesten verbreitete Indikator des Vitamin D-Status ist die Messung des 25-Hydroxyvitamin D [25(OH)D] – und zwar entweder im Serum oder im Plasma. Da zirkulierendes 25-OH-D durch Hydroxylierung von Vitamin D2 oder Vitamin D3 entstehen kann, ist die Messung des gesamten 25-OHD [sowohl 25-OH D2 als auch 25-OH D3] für die genaue Bestimmung des Vitamin D-Status unerlässlich.“2

 

1Dietary Supplemental Fact Sheet: Vitamin D. Offi ce of Dietary Supplements. National Institutes of Health. Aktualisiert am 13.11.2009. Abgerufen am 17.08.2010.

2Phinney KW. Development of a standard reference material for vitamin D in serum. Vitamin D and Health in the 21st Century: an Update American Journal of Clinical Nutrition. Vol. 88, No. 2. 511S-512S. August 2008.